Abschiede.

Um auf den neuesten Stand der Dinge zu kommen, fehlen mir noch das Abschlussseminar und meine letzte Arbeitswoche.

 

Verknappt gesagt : Eine ziemlich traurige Woche!

 

Am Wochenende (Samstag, Sonntag und Montag) hatten wir das ultimative Seminar. Unsere Truppe, die seit einem Jahr auch eine kleine Familie ist, bestand aus den VASE-Leuten, den deutschen Jahres-Freiwilligen (plus eine Finnin) und den 6 Halbjahres-Freiwilligen (2 Deutsche, der Rest aus Schweden, den USA, Island und Estland).

Das Seminar an sich war nicht so superspannend. Wir redeten ueber unser Jahr, ueber die Veraenderungen, ueber die besonderen Ereignisse und ueber unsere Zukunftsplaene. Viel schoener war es eigentlich, die ganzen Rabauken noch ein letztes Mal gesammelt zu sehen und ein bisschen Zeit miteinander zu verbringen.

An dem einen Abend gingen wir zu einem Dorffest in der Naehe von der FBU (das ist die organische Farm von einiger unserer Freiwilligen, wo das Seminar stattfand) und an dem anderen Abend setzten wir uns ans Lagerfeuer. Ferienlagerstimmung.

Die Tage danach war ich ein bisschen traurig und gleichzeitig superbeschaeftigt, denn es waren die letzten Tage auf Arbeit und meine Kollegin war der felsenfesten Ueberzeugung, ich muesste mit dem Gedanken gehen, nochmal "richtig gearbeitet zu haben". Daher steckte sie voller Energie und voller Tatendrang, was sehr anstrengend war und ich demnach sehr geschafft nach der Arbeit.

Auch war ich immer trauriger. Natuerlich habe ich noch einen Monat und ich kann meine Kinder nochmal besuchen, aber mein Gedanke galt dem Danach. Danach wuerde ich sie wahrscheinlich nicht wiedersehen. Und das machte mich sehr sehr traurig. Der kurioste Moment war, als eine meiner 3jaehrigen meinte : Berrin, ab jetzt weinst du nicht mehr!
Mann mann und das von einem so kleinen Maedchen...
Der Abschied fiel mir also generell schwer (es gibt keine Bilder) und auch mit einigen Kolleginnen wurde ich sehr emotional. Aber es war doch letztendlich eine sehr schoene Zeit. Und das ist das, was zaehlt.

Im Moment warte ich darauf, dass sich das Reisegefuehl einstellt und es los geht nach Peru. Nebenbei verbringe ich die Tage zu Hause (ich arbeite ja nicht mehr) mit meiner kranken Gastschwester und deren Tochter und mit den Freiwilligen, die noch nicht losgefahren sind. Aber in Kuerze geht es auch fuer mich los. Freude!

 

Viel Liebe und Kuesse aus Ecuador,

Eure Berrin

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