10 Monate.Es wird knapp.

Die Zeit ist so verflogen.

Zehn Monate sind vorbei und bald geht es nach Hause.

Die letzten Wochen arbeiten und die letzte Zeit reisen. Und Abschied. Mal wieder. Nach Argentinien und Chile vor zwei Wochen, bin ich wieder im Alltag in Quito angekommen und mache nebenbei Bewerbungen und all den Kram, den man in der Abschiedszeit und der Zeit danach planen muss.

Das Zurueckkommen nach Ecuador war unerwartet schwierig. Schwierig deshalb, weil Argentinien und Chile so anders sind als Ecuador. Nicht, dass ich es nicht erwartet haette. Mir war schon klar, dass die beiden Laender um einiges reicher sind, als Ecuador. Aber denken zu wissen und tatsaechlich sehen, das sind dann schon zwei verschiedene Paar Schuhe.

Meine erste Frage, als ich bei Lennart in Santiago de Chile ankam, war : " Wo sind denn die ganzen Strassenkinder?"

Ich kann ganz schwer erklaeren, wie diese zwei Wochen in Argentinien und Chile waren.

Auf jeden Fall schoen, weil ich mit Menschen zusammen war, die ich sehr lieb habe.

Aber mehr moechte ich gar nicht dazu sagen. Lieber mache ich weiter mit Ecuador, denn der Urlaub hat mich ganz schoen aufgewirbelt und rausgebracht. In Ecuador geht alles den gleichen, ungewoehnlichen Gang.

Wir haben den Kindertag am 1.Juni gleich drei Tage mit viel Suessigkeiten gefeiert und jetzt arbeite ich gerade mal hier und mal dirt in den Gruppen, am liebsten natuerlich in meiner, aber manchmal dort, wo gerade jemand fehlt. So wird es in den letzten Wochen nicht langweilig.

Die Wochenende habe ich groesstenteils in Quito verbracht, nicht unbedingt, um Geld zu sparen, aber auch, weil ich schon sehr viel von Ecuador gesehen habe und meine Abenteuerlust erstmal gestillt ist. Letztes Wochenende war ich mit Josi und ihrem Freund Freunde in Otavalo besuchen. Die machen wie wir ein Weltwaerts-Jahr, aber meiner Ansicht nach mit sehr anderen Erfahrungen.

Sie wohnen in Indio-Communities und das ist zu meiner Quito-Mittelklasse-Familie schon ein ziemlicher Unterschied. Ein bisschen hatte ich es mir so vorgestellt, bevor ich nach Ecuador kam : Ein Haeusschen (4 Waende aus Lehm-Stein) auf einem Berg mit Kuehen und Meerschweinchenstaellen. In dem Fall die ich kennen lernte,hatten sie sogar ein Bad mit Toilette und Dusche (Luxus meinten alle anderen Freiwilligen) und einen Computer (noch unfassbarer meinten die anderen).

Und trotzdem, im Vergleich zu meiner Familie (Haus mit 2 Etagen, warmes Wasser, gefuellter Kuehlschrank, Strom, Internet usw.) war das einfach unglaublich.

Aber so ist das hier in Ecuador : Du machst die Augen auf und siehst immer wieder etwas, was neu ist, was dich begeistert oder verstoert und dir in jedem Moment klar macht, dass du, egal ob du 2,8 oder 24 Monate hier bist, nie wirklich dazugehoeren wirst, weil du eben 20 Jahre lang in der anderen Welt gelebt hast, in einer Welt, die zu 100% anders ist als diese hier. Du kannst kein richtiges Teil von dem sein, selbst wenn du es willst. Das klingt negativ, bedeutet aber nicht, dass man hier nicht leben kann. Ich habe es schliesslich auch gekonnt und es hat mir viel gegeben und ich habe sehr viel gelernt und viel mitgenommen. Danke dafuer, mi lindo Ecuador und auf in die letzten 2 Monate!

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Kommentare: 1
  • #1

    Juicers Reviews (Montag, 15 April 2013 05:47)

    This is a great blog post! Thank you for sharing with us!

Uhrzeit in Quito, Ecuador

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