Bergfest.

Halbzeit.

Die zweite Haelfte beginnt und irgendwie weiss ich gar nicht so recht, wie das werden soll.

Ein bisschen stelle ich mir einfach vor : BESSER.

Ich kann es ueberhaupt nicht glauben, dass jetzt die Haelfte vorbei ist. Es ging so unfassbar schnell vorueber und mir faellt auf, dass ich noch so viel machen moechte und ich natuerlich immer weniger Zeit habe.

 

Der letzte Eintrag und somit die letzte Reise sind auch schon eine ganze Weile her und natuerlich war es seitdem nicht weniger unspektakulaer. 

Zuerst kam da ja noch unser Midterm Camp (das Mittelseminar, was von Weltwaerts gefordert wird).

Eigentlich hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an das Midterm. Am Ende war ich glaube ich ziemlich enttaeuscht, weil es ueberhaupt nicht so war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber andererseits konnte ich auch schlecht sagen, wie ich es mir denn eigentlich vorgestellt hatte.

Ich wusste, dass es groesstenteils ein AUSTAUSCH von Erfahrungen und Erlebnissen von hier sein wuerde und dass ich die Leute nicht "neu" kennen lernte, wie sonst auf den Seminaren, war auch ziemlich logisch. Das heisst wir haben hauptsaechlich Spiele gespielt, Erfahrungen und Probleme ausgetauscht und verglichen. Doch teilweise habe ich mich echt gefragt, wozu wir das ganze ueberhaupt machen.

Auf das Seminar folgte ein Barbecue, wo wir alten Hasen auch die neuen Gruenschnaebel kennen lernten. Das war eigentlich superschoen, wir trafen uns und gingen in Quitos groessten Park Metropolitano, der eher ein wenig wie ein Wald war und grillten dort und unterhielten uns.

Dabei lernte ich auch meinen neuen Kollegen Konstantin kennen, der aus Bonn kommt und jongliert. Zu der Zeit hatte ich gerade ein Projekttief, weil man mich in eine andere Gruppe stecken wollte.Natuerlich GEGEN meinen Willen. Das heisst, ich habe erstmal in der alten Gruppe von Iris gearbeitet. Allerdings war ich dort ziemlich ungluecklich, obwohl ich die Kinder und die beiden Kollegen immer ganz gerne mochte. Ist aber einfach nicht dasselbe, wie bei meiner Gruppe.

 

Am naechsten Wochenende gab es mal wieder eine Abschiedsfeiern, momentan bin ich echt Spezialistin in Abschieden, denn nach Iris, hab ich noch Juan, Linda und Nadine verabschiedet. Alle fertig mit ihrem Freiwilligendienst, die Klabaueter.

Naja und am Sonntag haben wir dann DAS Abenteuer erlebt! Es ging morgens um 7 Uhr von der Mariscal los. Mit einem Pickuptruck, einer Truppe Freiwillige und unserem Tourguide Alberto sind wir bis ins Cotopaxi-Reservoir gefahren, wo der Cotopaxi, einer der hoechsten aktiven Vulkane der Welt, halb mit Schnee bedeckt auf uns wartete.Voellig beeindruckt standen wir da auf dem Berg, ueber uns die Schneespitze und blauer Himmel und dachten wahrscheinlich alle dasselbe : WOW.

Aber dann ging es erst richtig los : Die Fahrraeder wurden runtergehievt, die Helme aufgesetzt, ein paar Sicherungstipps gegeben und RAUF auf die RAEDER!

Und ruuuuuuuunter gings! Es war so verrueckt, wir sind da runter gefahren und man ist tierisch schnell geworden, sodass ich die komplette Downhill-strecke auf den Bremsen drauf war. Als es dann flacher wurde und wir anhielten, bekamen wir mit, dass eine unserer Mitstreiterinnen hingefallen war und das mitten auf das Gesicht! Sie sass dann in dem Pickup, der uns die ganze Zeit begleitete und wir fuhren weiter, bis.. Johanna ebenfalls hinfiel und zwar so boese, dass ihr Fuss gebrochen war. Wir machten Essenpause und hielten Kriegsrat, sodass wir schliesslich entschieden, dass wir besser ins Krankenhaus fuhren. So endete unser Ausflig ungluecklicherweise mit zwei Verletzten bei 3 Verletzten jaehrlich, au weia.. Geil war es aber trotzdem!

 

Das Wochenende darauf verbrachten wir dann mal wieder auf der Farm, wo wir Valentins Geburtstag feierten, mit Lagerfeuer. lauter Musik und viiiiel Bloedsinn.

 

Momentan arbeite ich wieder in meiner Gruppe, waehrend Konstantin in den aelteren Gruppen (5, 6 und 7) routiert (er moechte lieber mit den aelteren Kindern arbeiten). So finde ich es eigentlich ganz schoen, obwohl wir gerade zu 4 ziemlich wenig zu tun haben. Aber wenn Konstantin sich fuer eine Gruppe entschieden hat, dann werde ich vormittags in meiner Gruppe und ab dem Mittagessen bei einer der aelteren Gruppen arbeiten. Soviel zur Theorie.

 

Dieses Wochenende waren wir dann in Baños, eigentlich um Bungee zu springen, aber dann kam es natuerlich anders... Um 18 Uhr funren wir am Freitag los und kamen dementsprechend erst um 22Uhr in Baños an. Zum Glueck hatten Josi und Santi schon ein Hostel rausgesucht, sodass wir nur kurz unsere Sachen abstellten und dann tanzen gingen.

Schlechte Idee.

Natuerlich standen wir am naechsten Tag nicht wie geplant frueh auf, um die Fahrradtour zu machen, sondern machten uns erst mittags auf den Weg mit den Bikes vorbei an den Wasserfaellen und nach Puyos.. war jedenfalls der Plan.

Leider kamen wir nicht so weit, wie wir dachten. schon gar nicht bis nach Puyo. Irgendwie hielten wir dann doch ueberall an, wo es was zum Gucken gab : Wasserfaelle, Canopee, Bungejump von der Bruecke.. Letzteres wollten wir eigentlich auch erst machen, aber dann fehlte uns die Energie und wir fanden den Sprung an sich auch nicht sooo cool (zu niedrig und nicht wirklich Bungee-Freifallmaessig). so fuhren wir weiter, hielten an einem grossen Fluss, machten Jause und liefen dann noch zu einem grossen wasserfall, genannt Teufelswasserfall, der riesig war und den man von vielen verschiedenen Hoehen, u.a. von einer Haengebruecke aus sehen konnte. Danach waren wir alle relativ hungrig, sodass wir zurueck nach Baños mit einem Pickuptaxi fuhren und uns dort auf Nahrungssuche begaben. Vollbepackt mit Pizzakartons setzten wir uns auf die Dachterrasse und gingen diesmal frueh schlafen. Demnach waren wir am Sonntag frueh wach, gingen gut und lecker fruehstuecken und danach noch in ein Therme. Dieses Freibad war sehr viel schoener als das vom letzten Mal, mit Wasserrutschen, kalten und warmen Becken und weniger Menschen als bei dem anderen. Nachmittags fuhren wir dann zurueck nach quito.

 

Dieses Wochenende ist Karneval hier und obwohl ich eigentlich kein grosser Fan davon bin, werde ich mir das hier mal in ambato antun. wir duerfen gespannt sein...

Sicher ist, dass man wohl weder "Helau" noch "Alaaf" sagen wird. Vielleicht "Que viva"??

 

Tut mir Leid fuer mein Schreibchaos. Nach dem halben Jahr stecken wir scheinbar alle in einer Tippkrise, die Haelfte meiner Mitstreiter ist noch bei Weihnachten... aber jetzt werde ich auf jeden Fall wieder regelmaessiger schreiben. Es geht ja auch wieder auf Reisen :)

Ich sende euch Sonne und gute Laune!

Eure Berrin

 

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Kommentare: 1
  • #1

    u=7956 (Samstag, 27 April 2013 18:20)

    I just shared this upon Twitter! My buddies will definitely want it!

Uhrzeit in Quito, Ecuador

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