Frohes Neues!

Mit Cocktails in der Strandbar - So muss das!
Mit Cocktails in der Strandbar - So muss das!

So, kaum bin ich zurueck, wuensche ich mich schon wieder weg!

Es war soo schoen... und viiiiel zu kurz!

 

Aber mal von Anfang an :

 

Am Donnerstag ging es los. Ich mit der Riesengrippe und Josi mit der Ach-du-kacke-wir-kriegen-keine-tickets-mehr-Panik. Aber das ging einfacher, als erwartet und so sassen wir bis abends noch bei mir zu Hause, tranken Tee und schauten "Er steht einfach nicht auf dich".

Um 9.15 h ging es PUENKTLICH (Was war denn mit denen verkehrt? War bestimmt keine ecuadorianische Busgesellschaft...) los und wir fuhren die komplette Nacht und hielten nur einmal eine halbe Stunde, Josi meinte irgendwas vonwegen, wir waeren von der Polizei angehalten worden. Ich schlief weiter, oder versuchte es mit dem unheimlichen Druck auf den Ohren (ein Nachteil wenn man von 2800 m runter faehrt). Um 5.30 Uhr kamen wir in Jipijapa an, ein Ort der mir nur in bleibender Erinnerung wegen der vielen grossen und springenden Kaefer auf dem Busbahnhof bleibt. Als naechstes ging es von Jipijapa eine Stunde nach Puerto Lopez, wo die Jungs residierten. Als wir um 7 Uhr dort ankamen, suchten wir schnell das Solinn, schaukelten ein wenig in der Hollywoodschaukel, schauten uns den Strand und die Fischerboote an und kehrten dann zum Hostel zurueck, wo wir uns noch ein wenig hinlegten, bis der Rest der Truppe auch aufstehen wollte.

Gemeinsam ging es ein wenig spaeter nach Montañita, wo ungefaehr das halbe Land und nochmal so viele Auslaender ueber Silvester sein sollten. Und tatsaechlich, als wir dort ankamen, war weder von dem Wetter, das wir im November dort hatten, noch von der Leere etwas zu spueren. Es war unglaublich voll und noch heisser.

Wir stellten unsere Sachen bei Johanna, Linda, Chrisso, Matti und Jan im Hostel ab und schon gingen wir zum Strand. Schon als wir vor den riesigen Wellen im heissen Sand standen, dachte ich mir so : Ich muss ab jetzt oefter an den Strand!

Dann ging es ab ins Wasser, das einfach die perfekte Temperatur hatte. Ich glaube wir fuehlten uns alle, wie die Koenige der Wellen.

Und am Strand trafen wir natuerlich gleich mal auf die WG-Jungs Marian, Fabian und Elias, sowie auf die Amis vom Muchacho. Und zum ersten Mal dachte ich mir : Na, das kann ja "witzig" werden! (Anmerkung : Seit wir in Cuenca so viele Deutsche/andere Freiwillige getroffen hatten, war WITZIG das Synonym dafuer geworden, das wir andere Deutsche trafen)

Salzig und sandig waren wir irgendwann megahungrig und machten uns auf Nahrungssuche, wobei wir in der Garage landeten, die eigentlich als Restaurant umfunktioniert wurde. Hier wurde man fuer wenig Geld und wenn man es nicht eilig hatte, echt satt. Dann machten wir uns Silvesterfertig und Josi und ich freuten uns wie Bolle, dass wir das erste Silvester in Kleidern feiern konnten und nicht frieren wuerden.

Zusammen mit Yannis und Ciko gingen wir in eine der vielen komplett gleichen Cocktailbars und tranken auf das neue Jahr, das in Deutschland bereits begonnen hatte, hier aber noch 3 Stunden hin war. Ein wunderschoener und purer Moment.

 

Nachdem wir eine Weile auf den Felsen vor dem Hostel gesessen hatten und immer mehr der Leute kamen, die wir auch kannten, machten wir uns um halb 12 auf zum Strand. Die Idee schienen etwa 200 andere Menschen auch gehabt zu haben und so war der Strand rappelvoll. Es wurde ungefaehr 20 Mal eingezaehlt (die Eckis nehmen es ja nicht so sehr mit der Zeit) und mit vielem OOOHHH und AAAHHHH und UUIIII das Feuerwerk bewundert. Dann wollten wir los feiern, was sich etwa als so schwierig erwies wie in Berlin. Zu viel los, ganz schoen teuer und zu viele Menschen. Und dann gehoerte man selbst zu einer grossen Gruppe, die sich nie entscheiden kann. Demnach trafen wir unterwegs ganz viele Leute (zum Beispiel Milena und Linda, die ich aus Berlin kenne und die ihr FSJ in Cuenca machen ) und ein wenig feierten wir weiter am Strand, wo man die laute Musik aus dem Electromundo hoerte, was ziemlich cool war (und immerhin kostenlos). Am Ende landeten wir in einem Laden, der Caña Grill hiess und dort war es ziemlich cool, sodass sich das neue Jahr doch ganz gut zelebrieren liess.

 

Den naechsten Tag begannen wir mit einem Katerfruehstueck und dann ging es nochmal an den Strand, Sonne, Salz, Energie und Frohsinn tanken. Entspannung pur. Josi und ich fuehlten uns zwar ziemlich k.o. aber auch sehr sehr gluecklich. Und nach endloser Sonne und Abkuehlung, machten wir uns gegen 4 Uhr auf den Heimweg. Zusammen mit den Amis Ben, Adam und Lindsey und Katia und ihrem ecuadorianischen Freund, ging es von Montañita erstmal nach Santa Elena, vorbei an endlosen LEEREN, weissen Straenden (naechstes Mal, dachte ich mir, geht es auf jeden Fall an einen DIESER Straende und dann wir nur noch entspannt, weil man den Strand fuer sich allein hat!!!) mit glitzerndem Wasser. Einmal flog sogar ein Hubschrauber ueber das Meer in die Sonne, das sah so genial aus!

Von Santa Elena ging es dann nach Guayaquil, wo wir abends ankamen und schon megafertig waren auf einmal. Um 21 Uhr sind wir von Guayaquil dann weiter nach Quito gefahren und Josi und ich gaben uns ordentlich Muehe, zu schlafen. Nur einmal wurden wir erschreckend wach und waren leicht geschockt, weil jemand eine Busscheibe eingeworfen hatte (und dabei einen Typen traf, der Arme) und dann alle Ecuadorianer gleichzeitig aufstanden und durch den Bus riefen : "Wir werden ausgeraubt, wir werden ausgeraubt, ruft die Polizei!" Josi und ich, die nicht alles gleich richtig mitbekamen, waren ein wenig veraengstigt, aber nach einer halben Stunde, nachdem bereits die Polizei da war und gemeinsam mit eifrigen Ecuadorianern den Raeuber suchte, waren wir leicht genervt, dass es nicht weiterging. Der Typ war schliesslich sicher schon ueber alle Berge in einem guten Versteck und wuerde sich nicht nochmal trauen, einen Stein zu werfen.

Morgens um halb 6 kamen wir dann in Quito im Norden an. Bisschen sehr frueh. Und bisschen sehr kalt und regnerisch in Quito. Ach herrje.

Um 8 Uhr lag ich dann endlich ziemlich durchgefroren im Bett und schlief.

Und als ich wieder aufwachte mittags, war unser kleines Abenteuer vorbei und mal wieder fast nicht zu glauben.

Hoffentlich schaffen wir es bald wieder an den Strand!

 

Und damit ein ganz bezauberndes, neues Jahr an euch alle, ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start... Frohes Neues!

Viel Amor aus Ecuador,

Eure Berrin

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