Baños und 2b

Meine Lieben!

 

Hier ist der zweite Streich.

 

Letztes Wochenende waren wir in Baños und haben dort die Gegend unsicher gemacht, denn wir hatten einen guten Grund : Micky, also Marcel, hatte Geburtstag und sein Wunsch war es, mit uns nach Baños zu fahren.

Also sind Josi, Marcel, Thomas und ich am Samstag frueh los. Der Rest der Volunteers wieder schneller gewesen und hat sich schon am Freitag auf die Socken gemacht, aber wir wollten keine zwei Naechte zahlen und sind deshalb erst am Samstag gefahren.

Wieder kamen wir mittags an und suchten uns zuerst unser Hostel,wobei wir einmal quer durch Baños liefen.

Baños liegt suedlich von Quito knapp 3,5 Stunden entfernt (Mindo ist noerdlich von Quito etwa 2,5 Stunden entfernt gewesen) und liegt sehr viel tiefer als Quito, weshalb es auch hier sehr oft regnet, was aber eher so ein Spruehregen ist.

Weil Josi und ich kein Actionprogramm geplant hatten, sondern vielmehr fuer Entspannung und wenig anstrengende Aktionen waren, liessen wir die anderen ihre Fahrradtour fahren und schauten uns erstmal ein wenig in Baños um.

Wir kamen ueberein, dass wir es ziemlich touristisch fanden mit all den Staenden und Tourishops und Travelagencies. Da auch ziemlich viele Gringos rumliefen, wurde der Eindruck noch verstaerkt. Es gab auch so kleine Staende mit vielen vielen Suessigkeiten und da haben wir uns erstmal die ungewoehnlichsten Sachen zum Probieren mitgenommen und den ersten Zuckerschock erlitten. Diesen wollten wir dann durch einen Spaziergang wettmachen, also haben wir uns fuer den Pfad der Jungfrau entschieden (und die Entscheidung waehrend des Pfades etwa 30 Mal verflucht). Was wir nicht wussten : Der Pfad fuehrte komplett einen Berg hoch (es hiess 300 m, spaeter war uns klar,dass damit wohl 300 HOEHENMETER gemeint waren), wobei der Schwierigkeitsgrad noch erhoeht wurde, denn es gab eine Treppe die zur Jungfrau fuehrte mit etwa 400 Stufen, die schraeg und schief waren, sodass wir am Ende vollkommen fertig und ALLES ANDERE ALS ENTSPANNT oben ankamen. Aber immerhin, es gab die Jungfrauenstatue,denn auf dem Weg nach oben hatten wir schon sehr zu zweifeln begonnen.

Nach dieser sportlichen Betaetigung machten wir uns wieder auf ins Hostel und klaerten dann erstmal die Bettenfrage, denn da einige der Freiwillige noch zusaetzlich Leute mitgebracht hatten, wurde das mit den reservierten Betten ploetzlich ziemlich eng. Am Ende fanden wir noch zwei Betten und so fehlten uns statt 4 nur noch 2 Betten, aber wir regelten das so, dass Josi und ich mit Lena und Johanna und Matti mit Linda in einem Ehebett schliefen.

Abends ging es dann ENDLICH los. Josi und ich begannen den Abend mit Zhumir (oder zu dir?) aus dem Supermarkt, wo wir ausserdem ein paar nette andere Freiwillige getroffen hatten,denn in Ecuador findet man IMMER andere Freiwillige! Um 9 fing unsere Tour mit einer gemeinsamen Busfahrt an. Eigentlich war die weniger spektakulaer, als wir dachten, denn es war dunkel und regnete, deshalb sahen wir nicht so viel und spielten eher Spiele im Bus und sangen und tranken. Als wir nach 2 Stunden zurueck ins Hostel kamen machten wir uns als geschlossene Gruppe auf zum Ziel : Die Bar-Disko Leprechann. Dort verbrachten wir einen ziemlich witzigen Abend und landeten dann frueh morgens abgetanzt in unseren Betten.

Am Sonntag hatten wir dann als erstes ein wirklich UNGLAUBLICH LECKERES FRUEHSTUECK mit Pancakes und selbstgemachtem Brot und frischem Saft. Danach checkten wir aus und gingen zur Terme, wofuer Baños unter anderem hier in Ecuador bekannt ist. Allerdings waren wir eher nicht so begeistert davon, weil zu viele Menschen da waren, das Wasser ziemlich braun und bruehig aussah und es einen doch ziemlich verwirrt, wenn ein Wasserbecken Badewannentemperatur hat (noch dazu,wenn so viele Menschen da sind, vielleicht versteht ihr was ich meine..).

Um 15 Uhr machten wir uns dann mit einigen Freiwilligen wieder auf dem Heimweg und kamen abends an.Ich war zwar ziemlich k.o. aber dennoch sehr gluecklich, als ich dann in mein Bettchen fiel.

 

In der Woche vor Baños habe ich auf Arbeit in der Gruppe 2b gearbeitet und die ist bisher meine absolute Favoritengruppe. Dafuer sprechen drei Gruende : Die Kinder sind sooo suess (das ist kein Argument, das trifft eigentlich auf alle Kinder hier zu) und es gab eine Schwester von einem meiner Lieblingskinder aus der 1. Gruppe (was besagte Schwester zu meinem Lieblingskind aus der 2b machte, ist doch klar!), dann sind die Tias, also die Kindergaertnerinnen, nur zu zweit, weshalb ich mich weniger ueberfluessig, sondern vielmehr gebraucht fuehlte und drittens waren die beiden Tias die absolut LUSTIGSTEN Tanten aus dem Kindergarten, sodass ich sie extrem lieb gewonnen habe und sehr sehr viel Spass hatte mit ihnen. Bis jetzt gehoert die Gruppe zu meinen Lieblingsgruppen und so richtig will ich gar nicht mehr weiter rotieren, weil ich das Gefuehl habe, dass ich mich eigentlich schon entschieden habe.

 

Viel Liebe von mir!

Uebrigens bin ich jetzt schon zwei Monate hier... die Zeit kann doch fliegen.

Kuesse aus Quito,

Eure Berrin

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