No hay que llorar, que la vida es un carnaval..

Noch sieben Tage.

Abschied nehmen.

In Gedanken nehme ich gerade schon von allen und allem, was mir

am Herzen liegt, Abschied, weil ich weiß, dass ich das, sofern ich es

im letzten Moment mache, nicht angemessen und ausreichend tun werde.

Dieses Abschiednehmen passiert im Stillen, beim Beobachten.

Ich sage mir dann einfach, dass das Schöne an dem Satz "Auf Wiedersehen",

das "wieder sehen" ist. Sehr optimistisch gestimmt also.

Und doch fällt es mir schwer Worte zu finden, denn zwischen dem Anfang

meiner Gedanken und dem Ende - nichts, nur Leere und auch Anfang und Ende

kommen mir seltsam vor, unwirklich.

Etwas begreifen und doch gar nichts.

Weg und doch noch da, da und doch schon weg, weit weg.

Ich fange an zu denken, glaube ich, ohne Inhalt, oder vielleicht doch, aber wenn

ich vor mich hinstarre und mich verabschiede, stelle ich fest, dass ich gar nicht

weiß, was ich denn gedacht habe oder ich habe es wohl auf der Stelle vergessen.

 

Trotzdem gibt es da noch diese Glücksmomente. Und zwar zwei vollkommen

unterschiedliche Arten von Glück. Einmal über das Noch-zusammen-sein und

das Genießen der übrigen Zeit mit Freunde und Familie; und dann über das

Sich-freuen auf das Unbekannte, auf das was kommt und einfach ALLES.

Jedenfalls nutze ich die letzten Tage nochmal, um mit den Menschen Zeit zu

verbringen, die mir am Herzen liegen und die ich vermissen werde.

 

Ein völliges Gefühlswirrwarr, Tohuwabohu, Chaos, alles durcheinander hier.

Glücklich sein und doch traurig sein, traurig werden und doch totales Glück verspüren.

Und sowieso sind die ganzen restlichen Tage ein einziges Warten darauf, dass es

endlich losgeht und ich mit dem Gefühlsquatsch aufhören kann, weil allmählich

mag ich weder melancholisch, noch ungeduldig oder organisiert sein, ich möchte

einfach beginnen. Einfach hochfahren, neustarten, reloaden, updaten und abheben.

Und natürlich weiß ich, dass ich meine Liebsten ein Jahr nicht sehen werde,

aber ich bin genauso sicher, dass sie mich in meiner Abwesenheit nicht vergessen

werden. Und dafür liebe ich sie.

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